Das Leben ist zu kurz ... für Vokuhila und Oblaunku

In den 60er und 70er Jahren DIE Modefrisur schlechthin: 

V o k u h i l a !

 

David Bowie trug sie, die kurzen Pony-Fransen und das schulterlange Haar am Hinterkopf. Der Manta-Fahrer nannte sie liebevoll Nackenspoiler oder Manta-Matte. Der Trend hielt sich bei einigen Gesellen (Dieter Bohlen, Rudi Völler, Matthias Reim, David Hasselhoff, Wolfgang Petry u.v.a.) sogar bis in die 80er Jahre. Pat Benater, Kim Wilde und Tracy Ullmann trugen Vokuhila.

 

Was damals DER Trend für die Schopfbehaarung war, ist heute der Oblaunku-Schnitt für den Herrn. Gehst Du ahnungslos zum Friseur, erhältst Du ungefragt den Oblaunku-Schnitt. Du weißt gar nicht, wie Dir geschieht. Zuhause merkst Du: Deine Frisur sitzt nicht richtig. Nach kurzer Zeit ist Dein Pony zu lang. Was ist los? Wachsen Deine Haare schneller? - Mach Dir keine Sorgen; Du bist voll im Trend. Oblaunku trägt die komplette deutsche Fußballmannschaft, so die Träger denn im Besitz von genügend Hornfäden auf dem Haupt sind. Willst Du richtig trendy sein, schau Dir die verschiedenen Fade-Frisuren (so heißen sie nämlich richtig; "Oblaunku" ist von mir) an: Klassischer Fade, Scissor Fade, High-Mid-Low-Fade, Fade mit Pompadour-Deckhaar. Nun zur Pflege: Wachs, Pomade, Gel, Spray ??

 

Wenn Du Dich entschieden hast und nach einiger Zeit geübt im Umgang mit Deiner neuen Frisur bist, könnte der Trend auch schon wieder vorbei sein. Aber keine Sorge. Die neue Frisurenmode ist im Anmarsch.

 

Wenn ich mir überlege, wie viel Energie und Lebenszeit dabei draufgeht...... Ach, ... und wer sagt eigentlich, wie wir auszusehen haben? Und wissen nur Modeschöpfer, was gut aussieht? Was HEUTE gut aussieht; MORGEN sieht es nach deren Meinung doch schon wieder sowas von daneben aus. Ist es nicht albern, dauernd irgendwelchen Trendsettern nachzueifern, um dann uniformiert rumzulaufen? Wollen wir nicht eigentlich Individuen sein? Wollen wir nicht ein interessantes Leben führen, die Welt entdecken, eigene Wege gehen ....? Auf meinem Grabstein soll jedenfalls nicht stehen "Ihr Leben war langweilig, aber sie war immer modisch geschniegelt und gestriegelt".

 

"Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" heißt der Spiegel-Bestseller von Richard David Precht.

 

Vielleicht regt Dich mein Newsletter dazu an, darüber nachzudenken, wer DU bist und was DU willst. Du bist einzigartig.